Curated Content

curated content 150x150 Curated Content„Curated  Content“ – dieses Schlagwort gewinnt immer mehr an Bedeutung. Doch was verbirgt sich dahinter, welches sind die Vorteile, welches die Nachteile? Und gibt es Strategien oder Best Practices? In diesem Artikel soll es ausführlich um das Thema „Curated Content“ gehen – mit  Hilfe von Curated Content.

Was ist „Curated Content“?

Das Internet steckt voller Informationen und die Anzahl veröffentlichter Webseiten, Artikel, Beiträge, Posts, Podcasts und Medien steigt von Tag zu Tag. Nutzer, oder mit anderen Worten Ihre Kunden, sind auf der Suche nach relevanten und interessanten Inhalten. Sie haben nun die Möglichkeit, für Ihre Kunden ein Problem zu lösen: Sie suchen nach relevanten Inhalten, reichern diese an und geben sie  sinnvoll und geordnet wieder.

Denken Sie dabei an den Kurator eines Museums. Dieser möchte mit einer Ausstellung nicht einfach Kunst präsentieren, er möchte eine Botschaft übermitteln, einen Künstler unter gewissen Blickwinkeln darstellen. Dazu sichtet er sämtliche Werke, wählt passende aus, ordnet sie räumlich im Museum an, schreibt Hinweisschilder und stellt einen Katalog zusammen.

Worin unterscheidet sich „Content Curation“ vom Content Marketing?

 

Was sind die Vor- und Nachteile von „Curated Content“?

Die Vorteile der Content Curation liegen auf der Hand. Wenn es bereits gute Inhalte gibt, können Sie diese als Curated Content teilen und müssen diese weder selbst erstellen noch erwerben. Weitere Vorteile listet der Artikel Content Curation des  Anbieters für SEO-Tools und Dienstleistungen onpage.org auf. Spannend sind hier vor allem die Erwähnungen von Backlinks und Reputation auf beiden Seiten.

„Unternehmen können über Content Curation ihre Fachkenntnis und ihr aktuelles Know-how beweisen. Durch die breit gefächerten Inhalte steigt der Nutzen für das Netzwerk und damit häufig auch die Weiterempfehlungsrate (z. B. in Form von Social Shares). Der Bekanntheitsgrad und die Reputation verbessern sich, ebenso wie die Auffindbarkeit des Unternehmens zu wichtigen Schlagwörtern. Eigene Links erscheinen in diesem informativen Umfeld weniger wie ein „Egotrip“, sondern stattdessen mehr wie eine zusätzliche Anreicherung der Daten. Zudem wirkt es ehrlich und selbstsicher, wenn Unternehmen auch Kritiker oder gar Konkurrenten zu Wort kommen lassen, ohne Angst zu haben, diese damit ungewollt zu unterstützen.

Die eigentlichen Urheber der geteilten Inhalte können durch Content Curation ebenfalls profitieren, denn sie erhalten dadurch mehr Aufmerksamkeit und Besucher auf ihrer Website und generieren im Idealfall sogar zusätzliche Backlinks. Zudem können auch sie ihre Reputation verbessern, da es auch eine Art von Qualitätsurteil darstellen kann, wenn namhafte Unternehmen und Experten ihre Inhalte als relevant und wichtig erachten.“ (Quelle: https://de.onpage.org/wiki/Content_Curation Abschnitt: Vorteile von Content Curation; aufgerufen: 22.04.2017)

Gibt es auch Nachteile der Content Curation? Wie so oft gibt es Vor- und Nachteile.

 

Wie kuratiert man Inhalte am Besten?

Bevor Sie nun loslegen und das Internet nach Inhalten durchsuchen und Links zu verschiedenen Ressourcen aufzuzählen, sollten Sie ein paar wenige Grundprinzipien beachten.

Die Vorbereitung

  1. Definieren Sie Ziele. Jede Strategie sollte ein Ziel, um sich nicht zu verirren. Legen Sie fest, zu welchem Bereich/Thema Sie Ihren Nutzern Inhalte liefern möchten.
  2. Erkunden Sie mögliche Quellen. Sie möchten qualitativ hochwertigen und seriösen Content liefern. Neben Google Alerts (oder dem News-Alerts Dienst kuerzr als Alternative), sollten Sie Meinungsführer, Magazine und relevante Webseiten aus der Branche (vllt. auch Konkurrenten) definieren und „beobachten“. Abonnieren Sie Newsletter und RSS-Feeds oder folgen Sie deren Twitter- und Facebook-Accounts.
  3. Seien Sie sich über den Aufwand der Content Curation im Klaren! Nachdem Sie mögliche Quellen erkundet haben, werden Sie sicher bemerken, dass viel Arbeit aufSie zukommen wird. Auch wenn Sie keinen eigenen Content erzeugen, der Aufwand bleibt, überdenken Sie eventuell die Ziele.
  4. Definieren Sie Form und Häufigkeit. Sie wissen nun worüber Sie Ihre Nutzer informieren möchten. Jetzt sollten Sie definieren, wie oft sie kuratierte Inhalte teilen möchten – täglich, wöchentlich, monatlich? Und wie möchten Sie den Inhalt verbreiten – auf Ihrem Blog, per E-Mail Newsletter oder per Post auf Ihrer Facebook-Seite?

Das Kuratieren

Es gibt verschiedene Arten zu Kuratieren, z.B. ließen sich Inhalte einfach sammeln und thematisch zusammenfassen, chronologisch aufbereiten oder aus bestimmten Blickrichtungen zusammenwürfeln (denken Sie an den Kunst-Kurator).

5 Arten der Content Curation beschreibt Andreas Weck im Artikel „Content Curation is King – Wie kuratierte Inhalte das Markenimage schärfen“ auf t3n.de (abgerufen am 22.04.2017) Der Artikel bietet ferner auch eine sehr gute Einführung in das Thema Content Curation.

Egal für welche Form der Kuration Sie sich entscheiden, setzen Sie die Inhalte in Ihren Kontext. Erklären Sie dem Leser, warum Sie gerade diesen Link/Inhalt empfehlen. Was ist das Wichtige oder Neue und warum sollte man diesen Inhalt kennen? Kehren wir noch einmal zum Kurator im Museum zurück: Stellen Sie nicht einfach nur die Bilder aus und konfrontieren den Besucher mit der Kunst – geben Sie Hintergründe und Hinweise, legen Sie ein Katalog/Begleitbuch auf.

 Fallstricke in der Content Curation

  1. Sinnvoll und dosiert?! Halten Sie sich immer vor Augen, welches Problem Sie mit Ihrem Curated Content für Ihre Nutzer lösen wollen! Sie möchten aus der alltäglichen Informationsflut nur die wirklich relevanten Inhalte heraussuchen – teilen Sie also nicht alles weiter. Hierbei hilft Ihnen normalerweise der Kontext, den Sie den kuratierten Inhalten beifügen.
  2. Denken Sie an eigene Inhalte! Natürlich müssen Sie auch im Content Marketing nicht jedes Mal das Rad neu erfinden. Spannende Inhalte lassen sich – ohne sie selbst erzeugen zu müssen – kuratieren, kommentieren und teilen. Doch wie wirkt es nun, wenn plötzlich nichts eigenes mehr aus Ihrer Feder kommt – wirken Sie noch als Experte? Vermutlich nicht. Sorgen Sie immer  für einen guten Mix zwischen eigenen Texten, paid content, curated content usw.
  3. Denken Sie daran, dass Sie Inhalte Dritter teilen! Diese Aussage mag jetzt verwundern, immerhin geht es die  ganze Zeit um fremde Inhalte, die Sie aufbereiten. Kam Ihnen bisher die Frage nach Urheberrechten und Zitaten in den Sinn? Beachten Sie, dass Sie fremde Artikel und zitierte Textpassagen kennzeichnen.

Dr. Kerstin Hoffmann befasst sich bereits 2012 sehr detailliert mit dem Thema Textklau & Co: Wo Content Curation aufhört! in ihrem Blog „PR-Doktor“. (aufgerufen:22.04.2017)

Beispiele guter „Curated Content“-Strategien

Curated Content ist vor allem im englisch-sprachigen Raum beliebt und verbreitet. Auch bei uns erkennen viele Unternehmen die Vorteile. Ein wunderbares Beispiel von Content Curation findet sich bei der New York Times. Richtig gehört – fremde, kuratierte Inhalte bei einer weltweit renomierten Zeitung?!

nyt curated 300x234 Curated ContentVersuchen Sie doch einmal den Newsletter der New York Times zu abonnieren. Sie werden sehen, dass es nicht nur einen Newsletter gibt, sondern verschiedene E-Mail Angebote mit eigenen oder kuratierten Inhalten. Sie bekommen nur das, was Sie wirklich interessiert. Zugegeben, diese Art des Newsletters ist für KMU zu aufwendig, zeigt abersehr deutlich, worauf es bei der Content Curation ankommt.

Stöbern Sie doch einmal durch die Auswahl und halten nach den Wörtern „from around the web“ Ausschau.

 

 

 

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