Finanzkrise macht Deutschland attraktiv


Die Euro- und Finanzkrise macht Deutschland attraktiv für Zuwanderer aus den Krisenländern am Mittelmeer. Das Statistische Bundesamt legte nun die neuesten Zahlen zur Zuwanderung vor und attestierte, dass die Zuwanderung nach Deutschland im 1. Halbjahr 2012 um insgesamt 15 % stieg.

Laut der Pressemitteilung sind im ersten Halbjahr 2012 mehr als eine halbe Million Menschen nach Deutschland gezogen, darunter 447 000 ausländische Personen.

Die meisten ausländischen Zugezogenen stammten aus den Staaten der Europäischen Union. Insgesamt stieg hier die Zahl der Zuzüge um 24 % auf 306 000. Auffällig sei im ersten Halbjahr 2012 die starke Zunahme der Zuwanderung aus EU-Ländern, die von der Finanz- und Schuldenkrise besonders schwer betroffen sind, so Destatis.

 Finanzkrise macht Deutschland attraktiv
Abb. 1: Zuwanderung nach Deutschland nach Regionen (Datenbasis: Destatis)

Und tatsächlich, die Zuwanderung aus Griechenland stieg im ersten Halbjahr 2012 um 78%, Spanien und Portugal folgen mit einem Plus von 53%. In absoluten Zahlen bedeutet das, dass 6.900 Griechen ihr krisengeschütteltes Land in Richtung Deutschland verließen. Dazu kommen 3.900 Spanier und rund 2.000 Portugiesen.

Und auch außerhalb der EU scheint Deutschland anziehend für Zuwanderer zu sein. Zwar sind aus Amerika und Asien keine zweistelligen Zuwachsraten zu verzeichnen, allerdings lässt die gestiegene Zuwanderungsrate auch hier auf ein gestiegenes Interesse und Vertrauen in die deutsche Wirtschaft, das Krisenmanagement in der Eurokrise und einem durchaus positiven und vertrauenserweckenden Ruf hindeuten.

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